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Große Werkstücke, weniger Umspannen: die Hwacheon VT-1650 kommt zu Douna
Ein neuer Schritt für große und schwere Dreharbeiten. Mit der kommenden Hwacheon VT-1650 möchte Douna Drehen, Fräsen und Bohren näher zusammenbringen — mit weniger Übergaben zwischen Maschinen.

Einen großen Ring zu drehen ist das eine. Was aber, wenn derselbe Ring auch ein Schraubenbild, eine genaue Anschlussfläche und gefräste Details braucht? Gerade dann wird der Weg zwischen den Bearbeitungen interessant. Mit der geplanten Hwacheon VT-1650 erhält Douna ein Drehfräszentrum, das auf diese Kombination ausgerichtet ist.
Direkte Antwort
Der Nutzen liegt in der Kombination
Die Hwacheon VT-1650 ist ein vertikales Drehfräszentrum. Sie verfügt über angetriebene Werkzeuge und eine C-Achse. Damit können Dreharbeiten, Bohrungen und Fräsdetails auf derselben Maschine kombiniert werden. Je nach Werkstück kann das ein Umspannen auf eine andere Maschine vermeiden.
Für Douna ist dies die interessante Ergänzung: Platz für große Werkstücke und mehr Möglichkeiten, verschiedene Bearbeitungen in einem zusammenhängenden Weg vorzubereiten.
Große Bauteile brauchen mehr als Platz
Die VT-1650 ist für ein maximales Werkstückgewicht von 10.000 kg ausgelegt. Das zeigt, für welche Arbeiten sie gedacht ist. Etwa große Ringe, Flansche, Scheiben und Gehäuse: Bauteile, bei denen auch Aufspannen, Heben und erneutes Positionieren zur technischen Abwägung gehören.
Beim Vertikaldrehen liegt das Werkstück auf einem horizontalen Tisch. Der Tisch dreht das Bauteil am Werkzeug vorbei. Ob ein konkretes Produkt passt, hängt auch von Durchmesser, Höhe, Schwerpunkt, Aufspannung und nötigem Werkzeugfreiraum ab.
Vom gedrehten Ring zum vollständig bearbeiteten Bauteil
Angenommen, ein Ring hat eine gedrehte Außenseite und Bohrung, aber auch ein Schraubenbild und ein lokales Fräsdetail. Ein möglicher Ansatz ist, zuerst die Drehflächen zu bearbeiten und anschließend den Tisch über die C-Achse für Bohrungen und Fräsarbeiten zu positionieren.
Wenn Zugänglichkeit und Aufspannung es erlauben, bleibt das Bauteil dabei auf derselben Maschine. Das kann eine zusätzliche Verlagerung und erneutes Ausrichten sparen. Gerade bei schweren Werkstücken ist das eine wertvolle Möglichkeit. Zeichnung und Bearbeitungsstrategie bestimmen, welche Merkmale in einer Aufspannung gefertigt werden können.
Auch die Werkzeuge erhalten Raum
Die VT-1650 besitzt einen RAM mit 1.000 mm Hub, eine BT-50/BBT-50-Werkzeugaufnahme und ein Magazin mit 24 Plätzen. Die angetriebenen Werkzeuge erreichen maximal 3.000 Umdrehungen pro Minute. Das ist die Werkzeugdrehzahl, nicht die Drehzahl des Drehtisches.
Außerdem verfügt die Maschine über Kühlung durch die Spindel mit 30 bar, ein Werkzeugvoreinstellgerät und zwei Winkelfräsköpfe. Für diese Köpfe gelten eigene Grenzen: Die 3.000 Umdrehungen pro Minute gelten somit nicht für jedes Zubehör. Werkzeuge und Halter bleiben auf Material, Detail und Zugänglichkeit abgestimmt.
Ein kleiner Indexierschritt ist noch keine Produkttoleranz
Die C-Achse besitzt einen Indexierschritt von 0,001°. Damit werden die kleinen Winkelschritte beschrieben, in denen der Tisch positioniert werden kann. Dies ist etwas anderes als eine garantierte Positioniergenauigkeit oder eine Toleranz am Endprodukt.
Die endgültige Maßhaltigkeit hängt auch von Aufspannung, Werkzeugen, thermischen Bedingungen und Messstrategie ab. Präzision beginnt daher mit einem gut vorbereiteten Fertigungsweg und passender Prüfung, nicht mit einer einzelnen Zahl im Maschinenprospekt.
Eine Erweiterung, auf die man sich freuen kann
Die VT-1650 passt zu Dounas Fertigungsansatz: vom Endprodukt und den nötigen Schritten auszugehen. Eine Maschine, die mehrere Bearbeitungen kombiniert, bietet bei passenden Werkstücken mehr Möglichkeiten, diesen Weg sinnvoll zu gestalten.
Die VT-1650 wird demnächst in den Maschinenpark aufgenommen. Die Inbetriebnahme ist ab dem vierten Quartal 2026 geplant. Nach Installation und Inbetriebnahme kann sie für passende Aufträge eingesetzt werden.
Haben Sie ein großes Bauteil, das Drehen und weitere Bearbeitungen erfordert? Mit Zeichnung oder Modell, Material, Gewicht, kritischen Merkmalen und gewünschten Stückzahlen kann Douna bereits über einen passenden Ansatz mitdenken.
